Wie gehe ich bei Erkältungen mit meiner Stimme um?

Jetzt ist sie wieder angebrochen: Die Erkältungszeit. Überall um uns herum hustet, niest und schneuzt man. Oft wird eine Erkältung von Halsschmerzen und Heiserkeit begleitet. Großmutters Hausmittel verordnen uns Ruhe, Vitamin C und sehr viel Flüssigkeit. Was können Sie konkret tun, um stimmlich gut über die Erkältungszeit zu kommen?
Vermeiden Sie Sprechen gegen Geräuschquellen
Die Schleimhäute der Stimmlippen sind durch die Erkältung entzündet. Verhindern Sie weitere Reizungen wie Qualm, Dämpfe und Staub.
Sprechen Sie normal weiter. Das bedeutet weder zu flüstern, noch mit Kraft und Druck zu sprechen.
Räuspern Sie sich nicht und husten Sie nur dann, wenn es ein körperlicher Reflex ist.

Eine Erkältung kann eine willkommene Ruhephase und eine Stärkung des Immunsystems bedeuten. Letztendlich ist sie ein Zeichen unseres Körpers, dass er noch empfindsam für kleinere Krankheiten ist.
Nutzen Sie also Erkältungen zum Aufbau alter und neuer Kräfte! In diesem Sinne: Gesundheit!

Räuspern und Husten schadet den Stimmlippen

Wussten Sie das schon? Beim Räuspern reiben sich beide Stimmbänder aneinander, beim Husten schlagen sie gegeneinander, was ihrem natürlichem Bewegungsablauf, dem Aneinander – Abrollen im Wesentlichen widerspricht.

Die Schleimhaut der Stimmbänder kann durch Räuspern oder Husten gereizt, wenn nicht sogar beschädigt werden. Die Muskeln verspannen sich durch diese ungewohnte Bewegung. Der durch Räuspern gewonnene Schleim entsteht aus der Schleimhaut der Stimmbänder und aus Wasser der Stimmbandzellen. Die Stimmlippen trocknen also durch Räuspern kurzzeitig aus und erzeugen zusätzlich Schmerzen im Hals.

Durch die Reizung, die Anspannung und das Austrocknen entsteht ein Fremdkörpergefühl im Hals, das ein erneutes Räuspern nur augenscheinlich nötig macht. So entsteht ein Teufelskreis.